Der Ausgangstext

Globus

Basis einer guten Übersetzung

Ein Problem im Streben nach einer guten Übersetzungsqualität besteht darin, dass Ausgangstexte grundsätzlich selten „perfekt“ sind, d.h. sie sind meistens nicht frei von Fehlern, Unklarheiten und Inkonsistenzen.

Um für einen möglichst guten Ausgangstext zu sorgen, werden eventuelle inhaltliche Unklarheiten in enger Kooperation mit dem Kunden geklärt.

Schließlich kann ein guter Zieltext nur dann geliefert werden, wenn der Ausgangstext klar und unmissverständlich formuliert ist.

Dies hat für den Kunden den zusätzlichen Vorteil, dass sein eigener Text einer gründlichen Prüfung unterzogen wird. Nicht selten kommt es zu einer Abänderung des Ausgangstextes um noch größere Verständlichkeit und Prägnanz zu erzielen - ein weiterer nützlicher Service meiner Übersetzungsdienstleistung.

Die Kunst des Übersetzens

Boot

Von einem Flussufer zum anderen...

Bezeichnend für das deutsche Wort "übersetzen" ist sein Gebrauch, um die Aufgabe einer Fähre zu beschreiben, welche Passagiere von einem Flussufer zum anderen befördert. Dieses Bild hilft uns, die Tätigkeit des Übersetzens besser zu verstehen:

Beim Übersetzen werden mit Sinn gefüllte Sprachpakete von der Kultur ihrer Entstehung in jene ihrer zukünftigen Zielgruppe übertragen. Die Barrieren, die es beim Überqueren des trennenden Gewässers zu überwinden gilt, sind nicht rein sprachlicher Natur, sondern darüber hinaus auch kulturell bedingt. Die zukünftigen Leserinnen und Leser des Textes besitzen schließlich einen gänzlich anderen kulturellen Hintergrund, eine andere Erziehung und Schulbildung als jene des Autors/der Autorin.

Eine mechanische Wort-für-Wort-Übersetzung - wie es beispielsweise viele im Internet frei verfügbare Übersetzungsprogramme leisten - erweist sich als nahezu unbrauchbar. Das Ergebnis mag zwar für den privaten Gebrauch reichen, doch auch da kann es zu gravierenden Sinnveränderungen des Quelltextes kommen.

Der Grund für diese Schwierigkeit liegt in der Mehrdeutigkeit von Wörtern. Nicht einzelne Wörter und Sätze bilden die Grundlage jeder Übersetzung, sondern das Ganze - der Text. In diesem Sinne ist jeder Übersetzende anfangs immer auch ein Deuter des Textes. Erst durch das Verständnis und die Interpretation des Übersetzenden kann der Sinn des Textes für den Leser der Zielkultur verständlich gemacht werden. Dies bedingt, dass es niemals die perfekte Übersetzung geben kann, sondern nur eine gute.

 

Der Zieltext

Brücke

Das Ergebnis der Übersetzung

Bei der Übersetzung des Textes werden selbstverständlich eventuelle Vorübersetzungen oder vom Kunden übermittelte Glossare berücksichtigt.

Wenn die eigentliche Übersetzungsarbeit beendet ist, beginnt der Feinschliff:

Der Text wird nun einer gründlichen, internen Revision unterzogen d.h. er wird auf inhaltliche präzise Übereinstimmung mit dem Ausgangstext kontrolliert sowie auf stilistische und sprachliche Richtigkeit.

Besonders sorgfältig müssen Zahlenangaben (Beträge, Maße) geprüft werden.

Allfällige Fragen, die sich aufgrund der Erstübersetzung bzw. Kontrolle ergeben haben, werden mit dem Kunden bzw. einer verantwortlichen Kontaktperson telefonisch oder per E-Mail mittels Fragelisten geklärt. In manchen Fällen werden Unklarheiten in Fußnoten zur weiteren Bearbeitung angemerkt.